Elsass
Machen Sie mit uns einen
Ausflug zu unseren Nachbarn, durch das malerische Elsass/Lothringen, das mit dem badischen Teil entlang des
Rheins, eine echte Bilderbuchlandschaft in Mitteleuropa ist.
Obernai, 25 km südwestlich
von Straßburg, am Fuße des Odilienberg, benannt nach der Schutzheiligen
"Odilia", lädt
ein durch enge Gassen zu spazieren, sich in Straßencafés die Zeit zu
verweilen; einfach Elsässer Flair genießen.

Es
lohnt sich ein Ausflug auf den Monte Sainte Odile. Bei guter Sicht ist ein
weiter Blick in die Rheinebene bis hinein in die Schwarzwaldberge garantiert.
Aber auch vor Ort gibt es vieles zu entdecken, z.B. die wunderbaren Mosaiken in
den kleinen Kapellen, die in Blau gehaltenen Kreuzgangbilder an steilen
Felswänden oder die geheimnisvolle Heidemauer. Noch ein Abstecher ein Stück
abwärts zur Odilien-Quelle mit angeblich Wunder wirkendem Quellwasser. Auf
jeden Fall lohnt sich ein Schluck aus der klaren Felsenquelle.
Barr, ein schmuckes Städtchen
und attraktiver Weinort an der 170km langen "Route
du Vin" gelegen. Dazu schreibt
ein Führer: "Für
viele Feriengäste ist eine Elsassreise schon fast identisch mit einer Fahrt auf
der "Route du Vin", die allein zu ausgiebigem Schlemmen und Weingenuss
unterbrochen wird".
Dambach-La-Ville, mit dem
unteren Tor, einem Teil der erhaltenen Stadtmauer und der "Chapelle
Saint Sébastien".

In
der offenen Gruft (unten links) sollen die Gebeine von rund 20.000 im Bauernkrieg erschlagener
Menschen liegen.
Rechts: Hoch über dem
Rheintal exponiert liegt die "Hoch-Königsburg", eines
der meistbesuchten Ausflugsziele in Frankreich. Ein Geschenk des
Städtchens Sèlestat an Kaiser Wilhelm II., der die zerfallene
Anlage wieder aufgebauten ließ.
Die Region um Ribeauvillé und
Riquewihr ist reich an Fachwerkhäusern, mit verkehrsberuhigten Zonen, vielen
urgemütlichen Gasthäusern (Auberge), Winstub, Café, mit romantischen Winkeln und
Gassen, wo es sich wunderbar promenieren lässt. Man sollte unbedingt die Elsässer Weinkarte probieren, z.B. den "Gewürztraminer" und auch
einmal Weinbergschnecken mit Mohn oder das Kaninchen mit eingemachtem (und so
seiner allzu penetranten Schärfe beraubten) Knoblauch genießen. Zum Café
mundet hervorragend ein Stück "Gugelhupf".
Unten:
Im
Heimatort von Albert Schweitzer muss man gewesen sein. Das Tal der Weiss wurde
schon im Mittelalter als Verbindungsweg zwischen der Rheinebene und Lothringen
genutzt. Als Castrum Keisersberg wurde die Siedlung 1227 zum ersten mal
urkundlich erwähnt.
Das
"Hexenauge" von Thann, die Ruine "Engelsburg
Hesinque, nah an der Schweizer Grenze; mein Geburtsort
Die
Bergkuppe Hartmannswillerkopf, die in den Vogesen liegt und von den französischen
Frontsoldaten Vieil Armand getauft wurde, war eines der bedeutendsten
Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Die Franzosen und die Deutschen kämpften
hart um diesen Posten, der eine Beobachtung der elsässischen Ebene ermöglichte.
Allein 1915 wurde die Bergkuppe 4 mal in Folge vom jeweiligen Gegner
eingenommen. Die Kämpfe auf diesem von Granaten, Gas und Flammenwerfern
verwüsteten Schlachtfeld hielten den ganzen Krieg über an. Seine
Eroberung sollte den Erfolg einer französischen Offensive in der Region
um Mülhausen sichern. Die genaue Anzahl der Toten wird immer unbekannt
bleiben, aber es kamen mindestens 30.000 Soldaten ums Leben. Eine Gedenkstätte
mit einer Krypta, in der die Gebeine von 12.000 unbekannten Soldaten
ruhen, erinnert der Gefallenen. Auch
wenn von den Befestigungsanlagen von 1918 nur noch ein Viertel erhalten
geblieben ist, sind sie dennoch beeindruckend. Die Deutschen hatten ein
unglaubliches System aus Bunkern, Kasematten und Gräben ausgearbeitet.
Eine Treppe mit 560 Stufen, die die Soldaten an die Front führte,
erinnert an die Kriegsschrecken. Von der Hügelkuppe aus hat man einen
himmlischen Blick über die elsässische Ebene, der mit der Hölle
kontrastiert, die hier geherrscht haben muss. Quelle: http://www.tourisme-alsace.com/de/gedenkstatten/schlachtfeld-hartmannswillerkopf
Relikte vom Krieg:
Bunker in Drusenheim - aber auch eine Idylle am Rhein
Hoch über Saverne (dt.
Zabern)
thront die Ruine Hohbarr Château du Haut-Barr
Südlich davon
in mitten der Vogesen findet sich das Städtchen Saint Dié des Vosges (Sankt
Didel) im Département Vosges / Lothringen
Tour de la
Liberté (Freiheitsturm) und die Kathedrale in St. Die
Haupstadt
bzw. Präfektur dieses Déparatement ist Épinal, wunderschön an der
Mosel gelegen


0ben:
schöne Plätze laden zum Verweilen und flanieren ein. Das Denkmal steht
am Eingang der Fußgängerzone
Unten:
Eine Wildwasserstrecke mitten in der Stadt und ruhig fließt die Mosel
durch die Stadt dahin
Über
eine Querverbindung von Épinal, vorbei an Géradmer (Route verte) , als Perle der
Vogesen bezeichnet und über Col du Schlucht und das Silbertal (Val d' argent)
bzw. Münstertal - auch Route du fromage genannt -
erreicht man wieder Colmar. Die "Route des cretes" (Kammstraße)
wurde schon an anderer Stelle erwähnt


Oben:
Am Strand von Géradmer und unten: Über den Pass Col du Schlucht und
immer wieder mit reizvollen Ausblicken
Bitche, Département Moselle; weithin sichtbar ist die berühmte und gewaltige Anlage
"Zitadelle von Bitche"
Die Stadt
Bitsch wird von einer monumentalen Zitadelle überragt. Sie liegt unweit der Maginot-Linie,
in die sie beim Bau dieser Kette von Festungen als Stützpunkt integriert wurde.
Bitsch gehörte
ursprünglich den Grafen von Zweibrücken. Als 1333 das Gebiet geteilt
wurde, entstand die Linie der Grafen von Zweibrücken-Bitsch
und Bitsch wurde somit Hauptort einer eigenständigen Herrschaft, bis die Linie
1570 ausstarb. Bitsch fiel an die lutherische Grafschaft
Hanau-Lichtenberg. Jedoch wollte der Herzog von Lothringen, Lehnsherr über
Bitsch, das Lehen einziehen. Darüber kam es ab 1572 zu einem lange währenden
Streit, der erst 1606 mit einem Kompromiss beendet wurde. Danach fiel Bitsch an
Lothringen zurück und wurde in der Folge rekatholisiert. Quelle:
www.wikipedia.org/wiki/Bitche
Im Elsass sollte man auch auf
keinen Fall versäumen, in einem solch hübschen Gasthaus Flammkuchen zu essen.
Rechts:
Viele solcher schmucken, urigen Häuser säumen die Straßen
Von den kriegerischen
Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Franzosen zeugen heute noch
"Fort Louis" in der Nähe vom Rhein bei Roeschwoog. Rechts: Das
Rathaus in Hagenau
Soufflenheim ist bekannt für
seine Töpfereien (Poterie). Fast in jedem Haus findet sich eine
Verkaufsaustellung
Wissembourg an der Lauter liegt schon nahe
der Grenze zur Pfalz - auch "Porte de France" genannt. Links
malerische Wege vorbei an schönen, herausgeputzten Häusern laden zum Bummeln
ein. Rechts das Salzhaus mit Blick zum Hotel de Ville.


Ein
Ausflug, der auch in die Geschichte der kriegerischen Auseinandersetzungen führt,
ist die riesige Bunkeranlage "Fort
de Schoenenbourg" , die zur rund 700 km langen "Ligne Maginot"
gehört. Hier ist eine Besichtigung auch in der weit verzweigten und gut
erhaltenen bzw. restaurierten Innenanlage - ja einer Stadt im Untergrund - möglich.
Bitte an Jacken denken und gute
Schuhe; der Weg ist lang, es gibt viele Treppen und es ist kühl. mehr: http://www.lignemaginot.com

Deutscher
Soldatenfriedhof bei Niederbronn. Es sind hier sind über 15.000 gefallene
Soldaten begraben. mehr:
www.volksbund.de/kgs/stadt.asp?stadt=18


Niederbronn-les-Bain
ist eine französische Kleinstadt im Norden des Départements Bas-Rhin im
nördlichen Elsass. Berühmt ist Niederbronn für seine Heilquellen, die
schon die Römer nützten. Das Casino ist Anziehungspunkt auch für
Besucher aus dem Nachbarland. Typisch für viele Elsässer Dörfer und
Städte ist der Blumenschmuck - im Sommer eine wirkliche Pracht.

Straßburger
Münster (Besonderheit, nur ein Turm) ... und das berühmte Restaurant
"Kammerzell"
Europa-Parlament

Museum
im "Gerberviertel"

drehbare
Brücke über den Ill-Kanal und ein typisches Ausflugsboot in einer
Schleusse im Gerberviertel
Strasbourg, Sitz des
Europarat, die Metropole im
Elsass mit rund 250 000 Einwohner größte Stadt im Elsass - und berühmt durch das Straßburger Münster -
eine Besonderheit, der 2.
Turm wurde aus statischen Gründen nicht weitergebaut. Man sollte sich viel Zeit
nehmen, um durch die Gassen von "La Petite France" (einer
Postkartenidylle) zu promenieren, mit einem der Ausflugsschiffe vom Wasser aus
die Schönheit der alten Fachwerkhäuser betrachten, vorbei an "Barrage
Vauban", einem langsam verfallenden Symbol, einem 13-bögigem Teil einer
einstigen Festung. Es lohnt sich auch im "Gerberviertel" unter
schattigen Bäumen ein Menü einzunehmen oder einfach einen Espresso zu trinken.
Colmar, mit 67.000 Einwohnern
nach Strasbourg und Mulhouse drittgrößte Stadt im Elsass, ist eines der
attraktivsten Ausflugsziele in dieser Region und wird auch "Klein-
Venedig" (Petite Venice) bezeichnet.
Sehenswerte Präsentationen:
Öko-Museum in Ungersheim
L'EcoMusee.pps
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Strasbourg
STRASBOURG.pps
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